Im Notfall bei schwerer pulmonaler Hypertonie und drohendem Rechtsherzversagen ist eine unkritische Volumengabe streng kontraindiziert, da sie den überlasteten rechten Ventrikel weiter dilatiert und das Herzminutenvolumen kollabieren lässt. Eine klassische Schocklagerung (Beine hoch) verbietet sich ebenfalls, da sie die Vorlast abrupt erhöht. Volumentherapie im Notfall
- Vorsicht bei Bolusgabe: Jeder unkontrollierte Flüssigkeitsbolus verschlechtert die Rechtsherzfunktion (Ventrikelseptumverschiebung nach links).
- Restriktiv steuern: Flüssigkeit nur sehr vorsichtig (z. B. kleine Schritte von 250 ml kristalloid) und nur bei nachgewiesenem oder sehr wahrscheinlich absoluten Volumenmangel verabreichen.
- Zielüberwachung: Volumeneffekte idealerweise sofort sonografisch (POCUS/Echokardiografie: VCI-Kollapsibilität, Ventrikelgröße) kontrollieren.
Lagerung im Notfall
- Flachlagerung oder Oberkörperhochlagerung: Patienten mit akuter Rechtsherzinsuffizienz und schwerer Luftnot tolerieren eine flache oder leicht erhöhte Oberkörperposition (je nach Blutdruck und Atemnot).
- Keine Schocklage: Das Hochheben der Beine führt zu einem unkontrollierten Blutrückstrom aus den Beinen, den der rechte Ventrikel nicht bewältigen kann.
- Ruhe bewahren:=16px Jede körperliche Anstrengung des Patienten vermeiden, um den Sauerstoffbedarf nicht weiter zu steigern.
OMNIA TEMPUS HABENT
Diagnose IPAH im Februar 2013, in Behandlung bei OA Dr. Ulrich Krüger, jetzt Dr. Fischer Herzzentrum Duisburg, Medikamente: Sildenafil, Bosentan jetzt Macitentan, Subkutane Treprostinilpumpe, seit Januar 2024 getunnelter ZVK mit externer Pumpe (Groshongkatheter), 24/7 Sauerstoff, Marcumar, Diuretika