Darmmikrobiom bei IPAH anders?

23 Jul 2026 14:29 #2617 von danny
pulmonaryhypertensionnews.com/news/virus...-play-role-pah/Viren, die Bakterien im Verdauungstrakt infizieren, könnten bei PAH eine Rolle spielen: StudieDie Ergebnisse unterstreichen das Potenzial von Therapien, die auf Darmviren abzielen.

 Einer neuen Studie zufolge weisen Menschen mit  pulmonaler arterieller Hypertonie  (PAH) eine geringere Vielfalt an Viren auf, die Bakterien in ihrem Verdauungstrakt infizieren.
 
Diese Ergebnisse ergänzen eine  wachsende Zahl von Forschungsarbeiten,  die darauf hindeuten, dass das Darmmikrobiom – die Gemeinschaft von Bakterien, Viren und anderen mikroskopischen Organismen, die im menschlichen Darm beheimatet sind –  eine Rolle bei PAH spielen könnte. „Diese Daten erweitern die Mikrobiomforschung bei pulmonaler Hypertonie über Bakterien hinaus und identifizieren Viren als wichtige Modulatoren des Mikrobioms … und unterstreichen das Potenzial von Strategien, die auf Darmviren abzielen, als neuartige therapeutische Ansätze“, schrieben die Forscher.Die Studie mit dem Titel „  Veränderungen im fäkalen Virom und im Zusammenspiel von Bakteriom und Virom bei IPAH “ wurde in der  Fachzeitschrift Respiratory Research veröffentlicht  .

 Darmviren zeigten Zusammenhänge mit Markern des Schweregrades der idiopathischen pulmonalen arteriellen Hypertonie (IPAH).Die pulmonale arterielle Hypertonie (PAH) ist durch einen abnorm hohen Widerstand in den Blutgefäßen gekennzeichnet, die das Blut vom Herzen durch die Lunge transportieren, was das Herz belastet. Bei der häufigsten Form, der idiopathischen PAH (IPAH), sind die zugrunde liegenden Ursachen der Erkrankung unklar.
 
Mehrere frühere Studien legten nahe, dass  Anomalien der Darmflora  an der Entstehung von PAH beteiligt sein könnten. Bakterien sind jedoch nicht die einzigen Mikroorganismen im menschlichen Verdauungssystem – neben ihnen leben ganze Virusgemeinschaften, die regelmäßig Darmbakterien infizieren. Diese Viren können bestimmte Darmbakterienarten abtöten und sind zudem am Genaustausch zwischen verschiedenen Bakterienzellen beteiligt.Obwohl Darmbakterien bei PAH bereits in vielen Studien untersucht wurden, sind Darmviren bisher nicht eingehend erforscht worden. Um diese Wissenslücke zu schließen, erstellte ein Wissenschaftlerteam in China detaillierte Profile von Darmbakterien und -viren anhand von Stuhlproben von 28 Patienten mit IPAH. Zum Vergleich wurden auch Proben von 30 alters- und geschlechtsgleichen Kontrollpersonen ohne IPAH analysiert.

Zusammenfassend deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass Viren durch die gezielte Beeinflussung spezifischer Bakterienwirte an der Regulation des Darmökosystems beteiligt sein könnten. Virus-Bakterien-Interaktionen könnten gemeinsam die Entwicklung und das Fortschreiten der idiopathischen pulmonalen arteriellen Hypertonie (IPAH) beeinflussen.

Die Ergebnisse zeigten, dass die IPAH-Patienten deutliche Abweichungen in der Zusammensetzung der Darmviren aufwiesen. Insbesondere stellten die Forscher fest, dass die Darmviren bei IPAH-Patienten generell weniger vielfältig waren. Diese Veränderungen gingen mit Unterschieden in der Darmflora einher – darunter auch Bakterien, die bekanntermaßen Signalmoleküle produzieren, welche IPAH-assoziierte biologische Prozesse wie Entzündungen regulieren.
 
„Zusammenfassend deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass Viren durch die gezielte Beeinflussung bestimmter Bakterienwirte an der ökologischen Regulation des Darms beteiligt sein könnten“, schrieben die Forscher. „Die Wechselwirkungen zwischen Viren und Bakterien könnten gemeinsam die Entwicklung und das Fortschreiten der idiopathischen pulmonalen arteriellen Hypertonie (IPAH) beeinflussen.“In weiteren Analysen entdeckten die Forscher Dutzende von Darmviren, die signifikante Zusammenhänge mit Markern für den Schweregrad der idiopathischen pulmonalen arteriellen Hypertonie (IPAH) aufwiesen. So zeigten beispielsweise IPAH-Patienten mit höheren Konzentrationen des Darmvirus Uroviricota tendenziell einen niedrigeren mittleren pulmonalarteriellen Druck, ein Maß für den Blutdruck in den Lungengefäßen. Dieser Zusammenhang deutet darauf hin, dass Uroviricota- Viren im Darm eine schützende Wirkung haben und den Schweregrad der IPAH verringern könnten, so die Forscher.
 
Die Wissenschaftler betonten, dass diese Studie auf einer geringen Patientenzahl basierte. Zudem lässt sich nicht feststellen, ob die festgestellten Veränderungen Ursachen oder Folgen der Krankheitsentwicklung sind. Daher seien weitere Studien erforderlich, um die Rolle des Ungleichgewichts der viralen Darmflora bei PAH-Erkrankungsprozessen genauer zu untersuchen, schrieben die Forscher.
 

OMNIA TEMPUS HABENT

Diagnose IPAH im Februar 2013, in Behandlung bei OA Dr. Ulrich Krüger, jetzt Dr. Fischer Herzzentrum Duisburg, Medikamente: Sildenafil, Bosentan jetzt Macitentan, Subkutane Treprostinilpumpe, seit Januar 2024 getunnelter ZVK mit externer Pumpe (Groshongkatheter), 24/7 Sauerstoff, Marcumar, Diuretika

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