Mein Name ist Christina  und bin 38 Jahre jung und komme aus Karlsruhe.

 

 

 

 

Werdegang

Ich bin 1980 in Karlsruhe geboren und aufgewachsen. Nach dem Besuch der Hauptschule, fing ich eine Ausbildung zur Arzthelferin an. Aufgrund psychischer Probleme musste ich die Lehre leider abbrechen. Nach einem Jahr Pause begann ich eine Ausbildung zur Hauswirtschafterin, die ich nach drei Jahren erfolgreich abgeschloss.

Anschließend arbeite ich eineinhalb Jahre im  Altenheim in der Wäscherei. Danach war ich ein Jahr arbeitslos. In dieser Zeit besuchte ich viele Kurse vom Arbeitsamt. Seid elf Jahren arbeite ich nun in einer Werkstatt für behinderte Menschen. In Teilzeit vier Stunden morgens.

Mir gefällt es dort nicht mehr. Deshalb steht  2019 ein großer Umzug aufs Land an. Wo es dann für mich beruflich, wie auch privat für mich weitergeht, erfahre ich Mitte Januar.

Meine Hobbys sind Rehasport. Freunde treffen. Fernseh schauen.


Krankheitsgeschichte

Ich habe eine angeborene Trichterbrust die mit vier  Jahren operativ behandelt wurde. Das hat zur Folge, dass ein Rest der Trichterbrust auf das Herz drückt und  es so weniger Platz hat und es sehr schnell schlagen muss. Mit viereinhalb Jahren kam ich wieder in die Klinik,  da meine Lungen voll mit Eiter und Zysten waren. Habe nur knapp überlebt. Mir ging es nicht gut.  Ich musste immer wieder mal ins Krankenhaus wegen Lungenentzündung. Und verbrachte einen groß Teil meiner Kindheit im Krankenhaus, anstatt zu spielen. Weil mir  das Krankenhaus Karlsruhe nicht mehr weiter helfen konnte, hatte ich mit sechs Jahren eine große und letzte OP die mir das Leben rettete. Mein linker Lungenunterlappen wurde entfernt. Ich war geheilt.  Zur Erholung fuhr ich dann zur Kinderkur nach Bad Orb im Harz für sechs Wochen.


Dann war eine schöne Jugend mit Disco Besuchen und allem was dazugehört.

 

Doch was ist plötzlich mit mir los?

Im September 2016 hatte ich einen erneuten Aufenthalt in der Psychiatrie.

Dort merkte ich das mir kleinere Gehstrecken immer schwerer fielen und ich  schnell Atemnot bekam. Die Ärzte meinten das liegt am Übergewicht. Es wurde ein Herz Ultraschall gemacht. Und es kam raus das mein rechtes Herz vergrößert ist. Es folgten keine weiteren Untersuchungen. Sie ließen es so stehen. Immer wieder sagten, sie das läge am Übergewicht. Es wurde weiter an meinen seelischen Problemen gearbeitet.

Mittlerweile war Oktober und ich bekam den Keim M R S A . Ich war vier Wochen Isoliert ein seelischer Horror. Im Januar 2017 bin ich entlassen worden.

Mir ging es körperlich immer schlechter. Nachts habe ich meine Kleider für den nächsten Tagen angezogen , damit ich noch genügend Zeit hatte um mich zu erholen. So quälte ich mich durch die Tage. In der Nacht zum 7. Februar bekam ich Atemnot und bin am nächsten Tag zum Hausarzt . Meine Sättigung lag bei 74% , ein Wunder das ich noch lebte.

 

Diagnose PAH

Es folgten Notaufnahme, Intensivstation und  eineinhalb Tage künstlichem Koma. Als sie mich wecken hatte ich erst mal Hunger. Das war ein gutes Zeichen.

Seelisch war ich  am Ende. Nach einer Woche Intensivstation  bin ich verlegt worden auf die Innere Station. Dort machten sie viele Untersuchungen um heraus zu bekommen, warum mein rechtes Herz größer war. Nach einem Rechtsherzkatheter  stand fest,  ich habe Lungenhochdruck. Pulmonale Hypertonie möglcherweise infolge des Obesitas Hypoventilationssyndrom. 

Endlich wusste ich was mit mir los ist. Ich war erleichtert aber zu gleich auch am Ende. Warum nun auch noch das?

Ich kam zur Reha nach Heidelberg für drei Wochen. Dort arbeite ich das Thema Koma in Psychologichen Gesprächen auf. Das  tat mir sehr gut.

Auch körperlich wurde ich wieder fit gemacht. Nach der Reha konnte ich gleich wieder für vier Stunden arbeiten gehen.

Seitdem bin ich stabil. Gehe regelmäßig zur Kontrolle nach Heidelberg in die PH Ambulanz. Ich muss zwar seid Januar 2018 Sauerstoff nehmen. Aber das ist ok für mich nach einer langen Eingewöhnungszeit. Die ersten Erfolge waren nach einem halben Jahr sichtbar. Mein rechtes Herz ist Zwei Zentimeter kleiner geworden.

Körperlich bin ich stabil. Aber die Psyche braucht  Hilfe. So dass nach der Diagnose im Juli ein drei Monatiger Psychiatrie Aufenthalt notwendig war. Aktuell bin ich das  zweite mal dieses Jahr in der Psychiatrie. Werde am Dienstag entlassen.

Das ist meine Geschichte.